Aktionstag im Sozial- und Erziehungsdienst am 16.11.

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17.11.2023
Come in & burn out - das muss sich ändern

Überlastung, Personalnot, prekäre Bedingungen: Soziale Arbeit ist auch Aufgabe der Länder, die in den Stadtstaaten auch eigene Kitas betreiben. Die Situation ist dramatisch: „Der Akku ist leer! Die Kolleg*innen im Sozial- und Erziehungsdienst haben die Überlastungsgrenze längst überschritten. Trotzdem kümmern und sorgen sie sich weiter um die Menschen in ihrer Obhut. Aber ihre Sorge steigt, ihren Schützlingen nicht mehr gerecht werden zu können“, stellt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle fest. Diese Sorge und ihre Wut über schlechtere Bedingungen als im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen treiben sie auf die Straße: Es ist IHR Streiktag! Große Kundgebungen finden in Berlin, Bremen und Hamburg statt.

 

„Der Akku ist leer! Die Kolleg*innen im Sozial- und Erziehungsdienst haben die Überlastungsgrenze längst überschritten."

Christine Behle, stellv. ver.di-Vorsitzende

Für den Sozial- und Erziehungsdienst der Länder erwartet ver.di in der laufenden Tarifauseinandersetzung eine Übernahme der Entlastungen, die ver.di für Beschäftigte von Bund und Kommunen bereits erkämpft hat. Außerdem ist die finanzielle Situation gerade in den Großstädten besonders prekär. Die Differenz zu kommunal Beschäftigten beträgt über zehn Prozent. Da ist es kein Wunder, dass Kolleg*innen sich im Umland Arbeit suchen – Die gibt es reichlich!

Heute allein in Berlin 3.000 Beschäftigte auf der Straße

 

 

Unzureichende Personalschlüssel und steigende Fallzahlen führen zu einem enormen Arbeitsdruck. Der wächst noch dadurch, dass Stellen in den Jugendämtern, den Inobhutnahme-Stellen, in Kinderschutzhäusern, den sozialtherapeutischen Diensten, der Bewährungshilfe, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Kindertagesstätten unbesetzt blieben – Eine fatale Entwicklung, gegen die wir heute lautstark protestieren!

 

Zaniab, Kindertagesstätten Nordwest, Berlin

Ursula, Jugendamt Berlin-Reinickendorf