Aktionstag Stadtstaaten am 22.11.

© Mauricio Bustamante
Demozug in Hamburg 07.11.2023
23.11.2023

UND ACTION: Stadtstaaten rufen zum BRANCHENSTREIKTAG auf

In den Großstädten muss sich die Arbeit wieder lohnen: Deswegen gehen wir am 22. November auf die Straße - 300 Euro Stadtstaatenzulage, 150 Euro für Nachwuchskräfte, das muss sein! Wir erwarten Tausende Kolleg*innen aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes der Länder in Berlin und Hamburg. Die Bremer*innen machen sich auf den Weg nach Hamburg! Die zwei großen Kundgebungen der drei Länder werden durch live-Übertragungen miteinander verbunden.

Anders als in den restlichen Flächenländern werden in den Stadtstaaten auch kommunale Aufgaben von Landesbeschäftigten übernommen – allerdings werden sie dafür vielfach schlechter bezahlt als die kommunal Beschäftigten. So gibt es unterschiedliche Eingruppierungen für bestimmte Tätigkeiten und auch keine stufengleiche Höhergruppierung, was ebenfalls zu einem Gehaltsminus führt. Und: ver.di hat 2022 im Sozial- und Erziehungsdienst in den Kommunen spürbare Verbesserungen erkämpft, die die Länder-Kolleg*innen nicht kriegen. In der Summe bedeutet das zwischen 300 und 600 Euro weniger.

 

Clip: Die stellv. ver.di-Vorsitzende Christine Behle spricht bei der Kundgebung vor Hamburger & Bremer Kolleg*innen, die nach Berlin übertragen wurde

 

 

Das Leben in großen Städten ist außerdem deutlich teurer als im Umland; Mieten und Lebenshaltungskosten steigen schneller als anderswo. Viele Kolleg*innen wechseln daher in die „Speckgürtel“ oder denken zumindest darüber nach. Das verschärft den Arbeitskräftemangel in den Stadtstaaten zusätzlich. Allein in Hamburg ist jede vierte Stelle unbesetzt. Auch Auszubildende bewerben sich eher da, wo sie noch eine Miete bezahlen können.

O-Töne von Beschäftigten beim Streik der Stadtstaaten in Berlin