Wir legen noch eine Schippe drauf

27.03.2023

Megastreik mit der EVG am Montag, 27. März hat Verkehrsinfrastruktur lahmgelegt: Nachdem bereits in den vergangenen Wochen mehr als 400.000 Kolleg*innen bundesweit die Arbeit niedergelegt haben, hat ver.di pünktlich zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen die Streikaktionen ausgeweitet: 120.000 ver.di-Kolleg*innen haben sich beteiligt! Weil auch die Kolleg*innen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in schwierigen Tarifauseinandersetzungen stehen, erhöhen wir den Druck gemeinsam.

Betroffen waren der kommunale öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in sieben Bundesländern, die Flughäfen, die Arbeitsbereiche der Autobahn GmbH, Teile der kommunalen Häfen, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie die Deutsche Bahn mit ihren Busgesellschaften und diverse weitere Bahnunternehmen.

 

Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Christine Behle sagt zu den Streiks: „Gerade im Verkehrssektor bleiben zunehmend Stellen unbesetzt, weil Arbeitskräfte fehlen. Im Wettbewerb mit anderen Branchen bleibt der Verkehrssektor immer öfter auf der Strecke. So fehlen im Luftverkehr immer noch rund 20 Prozent der Beschäftigten im Vergleich zu 2019 und schon damals war in Spitzenzeiten zu wenig Personal vorhanden. Im ÖPNV ist die Situation ebenfalls verheerend. Aufgrund des Sparkurses der Öffentlichen Hand im letzten Jahrzehnt wurden rund 20 Prozent der Beschäftigten im ÖPNV abgebaut, während gleichzeitig die Verkehrsleistung stetig gestiegen ist. 

In der Folge fehlen bis 2030 rund 110.000 Beschäftigte. Schon jetzt fallen viele Verbindungen aufgrund des bestehenden Personalmangels aus.  Auch in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, genau wie bei der Autobahn GmbH des Bundes, stellt sich das Bild identisch dar. Stellen bleiben bis zu einem Jahr unbesetzt oder können gar nicht besetzt werden. Das hat Folgen für die Infrastruktur und damit für die Wirtschaft in Deutschland. Eine Änderung dieser Situation wird es nur geben, wenn die Arbeitsplätze attraktiver werden. Und dazu gehört vor allem auch eine deutlich bessere Bezahlung – im gesamten öffentlichen Dienst.“

Weitere Informationen zum Megastreik

 

Werde Mitglied von ver.di

Je mehr Beschäftigte aus Bund und Kommunen sich in ver.di organisieren, um so besser können wir gemeinsam unsere Forderungen durchsetzen!

Zum Online-Beitritt