Hamburg organisiert die solidarische Stadt

16.11.2023

Wer in der vergangenen Woche beim Fußball war, egal, ob beim Pokalspiel von Sankt Pauli, beim Bundesligaspiel des HSV oder auch in den unteren Ligen hat es zu hören und zu sehen bekommen: Die Sportplatzwarte kämpfen für bessere Bedingungen und sie organisieren die Solidarität der Tausenden Fans, die zu den Spielen kommen. Erfolgreich – Und sie sind in bester Gesellschaft.

 
Hamburg: Die solidarische Stadt

Ob Erzieher*innen oder Kolleg*innen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), ob Schleusenwärter oder Finanzbeamt*innen: Sie fordern den Hamburger Senat auf, bessere Bedingungen zu schaffen. Für die gesamte Gesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Hamburger ver.di-Kolleg*innen haben sich vorgenommen, eine solidarische Stadt zu organisieren. Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) ist Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und damit in einer besonderen Verantwortung für die Tarif- und Besoldungsrunde der  Länder, deren Ergebnis rund 2,5 Millionen Kolleg*innen –Tarifbeschäftigte und Beamt*innen – betrifft.

Die Hamburger Kolleg*innen spüren, dass es auch in ihrem Landesdienst an allen Ecken und Enden knirscht: Es gibt mindestens 5000 offene Stellen, viele wechseln ins Hamburger Umland auf Stellen, die nach dem Tarifvertrag für kommunal Beschäftigte bezahlt werden und damit wesentlich mehr Geld bekommen und auch strukturell besser dastehen. Weil es um „ihren“ öffentlichen Dienst geht, sind die Hamburger*innen aufgefordert, mitzumachen: Unter Was tun für Hamburg.de können Menschen, die sich solidarisch für ihre Stadt organisieren wollen, mails an die Verantwortlichen im Hamburger Senat und in den Verwaltungen schreiben. Und bei allen öffentlichen Anlässen und Veranstaltungen der Hamburger Stadtverantwortlichen steht fest: ver.di-Menschen sind dabei und geben ihr Anliegen zu Protokoll.

Am 7.11. nahmen 4000 Teilnehmende an einer Kundgebung und einem anschließenden Protestzug vors Hamburger Rathaus teil. Ihr Motto: Wir wollen uns unsere Arbeit leisten können!

 

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